Begegnung zweier Welten

An einem Sommerabend imAugust
Als hätten sie es immer gewußt
Kam eine Begegnung zustande
Und es knüpften sich zarte Bande
Sie kam aus den Weiten des Alls
Und er aus der Antike
Trafen sich im unentdeckten Land
Und gingen alsbald Hand in Hand
Durch die Weiten der Geschichte
Und sahen überall Feen und Wichte
Träumten sich in die Unendlichkeit
Die Seligkeit war nicht mehr weit
Sie kam aus der Zukunft fern
Zu ihm ging sie immer gern
Er kam aus der Vergangenheit
Der Weg zueinander war weit
Hatten viel voneinander gelesen
Beides waren sie Zwitterwesen
Sie war halb Klingone und halb Mensch
Er war halb Stier und halb Mensch
Die menschliche Seite zog sie
sehr an
Diese hielt sie bald in ihrem Bann
Doch die andere Hälfte von Beiden
Brachte sie zum ewigen Leiden
Sie waren in ihren Körpern gefangen
Sie spürten ein sehr großes Verlangen
Er hatte sie unheimlich gern
Obwohl sie war von ihm so fern
Sie liebte ihn über alle Maßen
Fuhr zu ihm über viele große Straßen
Es gab zwar noch ein Dein und Mein
Doch sollte bald alles ein Wir sein
Sie wollten alles gemeinsam machen
Träumen, Leben, lieben und lachen

Dies war des Glückes höchstes Ziel
Sie gaben sich einander sehr viel
Nur zusammen waren sie glücklich
Bis sich etwas Trauriges einschlich
Die menschliche Seite von beiden
Konnte sich zwar sehr gut leiden
Doch die andere Seite dagegen
Begab sich leise auf anderen Wegen
Das Band, das sie beide umschlang
Wurde länger, bis es wart zu lang
Und es brach und es verschwand
Es hielt nicht mehr in ihrer Hand
Und die Brücke zwischen den Welten
Die sich auftut nur ganz selten
Überschritten hatten beide sie
fast
Zerbrach unter der Liebes Last
Jahrtausende zwischen ihnen lagen
Es gab sehr viele offene Fragen
Daran sind Beide wohl zerbrochen
Sind wieder in ihre Höhle gekrochen
Sie stieg ins Raumschiff ein
Er blieb auf der Erde allein
Gefangen waren sie in der Wirklichkeit
Es war der Weg wohl doch zu weit
Das Liebesglück ist Beiden genommen
Sind beide in tiefe Traurigkeit gekommen
Ob sie jemals wieder beisammen sind
Weiß noch nicht einmal der Wind
Wenn beide von ihrer Seite versuchen
Sich einander wieder zu suchen
Um die Brücke wieder aufzubauen
Stück für Stück und wieder vertrauen
Besteht die Hoffnung immerdar
Und Träume werden wieder wahr.

26. November 1999
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